Zähringer Burg - Freiburg im Breisgau – Burgen & Schlösser.

Burgen – Zähringer Burg – Freiburg im Breisgau

 Zähringer Burg   - ( Freiburg-Zähringen)

Zähringer Burg um 1840

Stahlstich, Gez. v. R. Höfle , Stahlst. v. F. Foltz

Geschichte:

Weitgehend im Dunkel der Geschichte liegen die Namen der Brüder Gundomad und Vadomar, welche auf dem Zähringer Burgberg bereits im 4. Jh. n. Chr. eine alemannische Höhensiedlung angelegt haben sollen, die wiederum auf steinzeitlichen und frühkeltischen Überresten errichtet worden war. Kein Wunder also, dass sich hier in der Folge eines der mächtigsten Geschlechter des deutschen Hochmittelalters niederließ, die Zähringer.

Der Zähringer Burgberg war altes alemannisches Machtzentrum im Breisgau. Die mittelalterliche Burg wurde 1128 erstmals urkundlich erwähnt. Ihre Erbauung wird für 1080 angenommen. Bertold II. nannte sich seit 1100 „Herzog von Zähringen“.

Nach dem Tode Bertolds V. im Jahre 1218 zog König Friedrich II. das Reichsgut der Zähringer Herzöge ein. Durch Verpfändung mehrmaliger Besitzwechsel. Bis 1278 wurde die Burg wiederholt zerstört bei Auseinandersetzungen mit den Grafen von Freiburg.

1281 erzwungener Wiederaufbau und späterer Erwerb der Burg durch die Freiburger Grafen. Verkauf an den Freiburger Patrizier Schnewlin Bernlapp. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Anlage zerstört. Seit dem späten Mittelalter begann die Burg als Stammsitz der Herzöge von Zähringen eine Rolle im Traditionsbewusstsein des Hauses Baden zu spielen. 1422 erwarb Markgraf Bernhard ein Viertel der Burg. 1815 Ankauf der Ruine durch das Großherzogliche Haus.

Zusammen mit der Burg wurde Wildtal im Jahre 1327 von den Grafen von Freiburg an den Freiburger Schultheißen Ritter Schnewlin Bernlapp ,später genannt von Bollschweil, verkauft. 1609 erbten die Töchter des Gabriel Bernlapp von Bollschweil das Wildtal. Durch Heirat ging die Grundherrschaft 1652 an die Freiherrn von Beroldingen.

In dieser Familie blieb der Besitz bis zum Verkauf an den Grafen Friedrich von Kageneck im Jahre 1788.Die über 400 jährige Zugehörigkeit zu Vorderösterreich endete 1805, als das Großherzogtum Baden als Folge der Napoleonischen Neuordnung Europas entstand. Die Kagenecksche Erbtochter Flora, verheiratete Gräfin Wrbna, vertauschte den Besitz 1815 an das Großherzogliche Haus.

Heute noch ein Zinnengekrönter Rundturm mit Aussichtsplattform. Erbaut vermutlich 1091. Erste Erwähnung der Burg 1128. Während der Bauernkriege 1525 bis auf den Turm völlig zerstört.

Wenige Reste nur sind von der Namengebenden Burg der Herzöge von Zähringen bei Gundelfingen auf unsere Zeit gekommen. Alles bis auf den einstigen Bergfried ist heute von Wald überwachsen, das meiste abgetragen. Nichtsdestotrotz genießt man vom Bergfried, der als einziges die Zeiten überdauert zu haben scheint, eine weitreichende Sicht auf den Breisgau bis ans jenseitige Rheinufer, auf die Vogesen und auf die sich aus dem Rheinbecken aufschwingenden Höhen des Schwarzwalds. Nun erst, hoch über der Zähringerstadt Freiburg, vermag man ihre beherrschende Stellung richtig einzuschätzen.

Zähringer: süddeutsches Adelsgeschlecht, nach der Burg Zähringen bei Freiburg genannt (1108 erbaut). Die Zähringer waren vom 11. Jahrhundert an neben den Welfen und den Staufern das 3. Bedeutende Adelshaus im Süden. Zunächst hatten sie Güter in ganz Süddeutschland verstreut. Von Berthold I. (+ 1078) wurde als Hauskloster und Grablege Weilheim/Teck gegründet; 1093 wurde das Hauskloster nach St. Peter im Südschwarzwald verlegt. Berthold II. verzichtete 1098 auf den Titel des Herzogs von Schwaben; dafür erhielten die Zähringer das Herzogtum Kärnten und die Mark Verona. Die Zähringer gründeten Freiburg im Breisgau (1120), Freiburg im Uechtland (französisch: Fribourg) und Bern in der Schweiz, Villingen (1119), Offenburg.

Die ältere Linie der Zähringer starb 1218 aus. Aus der jüngeren Linie gingen die Markgrafen von Baden hervor.


Zähringer Burg heute

Zähringer Burg 
Holzschnitt aus der Kosmographie von Sebastian Münster 1550

Textbeschreibung von Münster : In halbe meil vn der Freyburg ligt auff einem Berg ein zerbrochen Schloß das hat Zäringen geheissen, von dem auch die Herzogen von Zäringen vor zeiten ihren Nammen gehabt