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Geschichte:
Weitgehend im Dunkel der Geschichte liegen die Namen der
Brüder Gundomad und Vadomar, welche auf dem Zähringer Burgberg bereits im 4.
Jh. n. Chr. eine alemannische Höhensiedlung angelegt haben sollen, die
wiederum auf steinzeitlichen und frühkeltischen Überresten errichtet worden
war. Kein Wunder also, dass sich hier in der Folge eines der mächtigsten
Geschlechter des deutschen Hochmittelalters niederließ, die Zähringer.
Der Zähringer Burgberg war altes alemannisches
Machtzentrum im Breisgau. Die mittelalterliche Burg wurde 1128
erstmals urkundlich erwähnt. Ihre Erbauung wird für 1080 angenommen. Bertold
II. nannte sich seit 1100 „Herzog von Zähringen“.
Nach dem Tode Bertolds V. im Jahre 1218 zog König Friedrich II. das
Reichsgut der Zähringer Herzöge ein. Durch Verpfändung mehrmaliger
Besitzwechsel. Bis 1278 wurde die Burg wiederholt zerstört bei
Auseinandersetzungen mit den Grafen von Freiburg.
1281 erzwungener Wiederaufbau und späterer Erwerb der Burg
durch die Freiburger Grafen. Verkauf an den Freiburger Patrizier Schnewlin
Bernlapp. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Anlage zerstört. Seit dem späten
Mittelalter begann die Burg als Stammsitz der Herzöge von Zähringen eine
Rolle im Traditionsbewusstsein des Hauses Baden zu spielen. 1422 erwarb
Markgraf Bernhard ein Viertel der Burg. 1815 Ankauf der Ruine durch das
Großherzogliche Haus.
Zusammen mit der Burg wurde Wildtal im Jahre 1327 von den Grafen von
Freiburg an den Freiburger Schultheißen Ritter Schnewlin Bernlapp ,später
genannt von Bollschweil, verkauft. 1609 erbten die Töchter des Gabriel
Bernlapp von Bollschweil das Wildtal. Durch Heirat ging die Grundherrschaft
1652 an die Freiherrn von Beroldingen.
In dieser Familie blieb der Besitz bis zum Verkauf an den
Grafen Friedrich von Kageneck im Jahre 1788.Die über 400 jährige
Zugehörigkeit zu Vorderösterreich endete 1805, als das Großherzogtum Baden
als Folge der Napoleonischen Neuordnung Europas entstand. Die Kagenecksche
Erbtochter Flora, verheiratete Gräfin Wrbna, vertauschte den Besitz 1815 an
das Großherzogliche Haus.
Heute noch ein Zinnengekrönter Rundturm mit
Aussichtsplattform. Erbaut vermutlich 1091. Erste Erwähnung der Burg 1128.
Während der Bauernkriege 1525 bis auf den Turm völlig zerstört.
Wenige Reste nur sind von der Namengebenden Burg der
Herzöge von Zähringen bei Gundelfingen auf unsere Zeit gekommen. Alles bis
auf den einstigen Bergfried ist heute von Wald überwachsen, das meiste
abgetragen. Nichtsdestotrotz genießt man vom Bergfried, der als einziges die
Zeiten überdauert zu haben scheint, eine weitreichende Sicht auf den
Breisgau bis ans jenseitige Rheinufer, auf die Vogesen und auf die sich aus
dem Rheinbecken aufschwingenden Höhen des Schwarzwalds. Nun erst, hoch über
der Zähringerstadt Freiburg, vermag man ihre beherrschende Stellung richtig
einzuschätzen.
Zähringer:
süddeutsches Adelsgeschlecht, nach der Burg Zähringen bei
Freiburg genannt (1108 erbaut). Die Zähringer waren vom 11. Jahrhundert an
neben den Welfen und den Staufern das 3. Bedeutende Adelshaus im Süden.
Zunächst hatten sie Güter in ganz Süddeutschland verstreut. Von Berthold I.
(+ 1078) wurde als Hauskloster und Grablege Weilheim/Teck gegründet; 1093
wurde das Hauskloster nach St. Peter im Südschwarzwald verlegt. Berthold II.
verzichtete 1098 auf den Titel des Herzogs von Schwaben; dafür erhielten die
Zähringer das Herzogtum Kärnten und die Mark Verona. Die Zähringer gründeten
Freiburg im Breisgau (1120), Freiburg im Uechtland (französisch: Fribourg)
und Bern in der Schweiz, Villingen (1119), Offenburg.
Die ältere Linie der Zähringer starb 1218 aus. Aus der
jüngeren Linie gingen die Markgrafen von Baden hervor. |