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Geschichte:
Bereits 1084 wird die St. Ulrichsburg als
castrum Rappoltstein erwähnt. Vermutlich ist sie im 11. Jahrhundert auf
römischen Fundamenten erbaut und gilt als die älteste der drei "auf einem
Berge“ gelegenen Burgen (Girsberg, St.
Ulrich u. Haute Ribeaupierre). Sie ist der eigentliche Stammsitz des alten edlen
Geschlechtes der Rappoltsteiner. Es war das mächtigste des Landes und
mehrmals mit den deutschen Kaisern verschwägert. Das Geschlecht erlosch
1673. Die Ulrichsburg kann als charakteristisches Beispiel einer größeren
Burg angesehen werden, und noch immer ist so viel von ihr erhalten, dass der
Beschauer einigermaßen ein zusammenhängendes Bild gewinnen kann. Auf dem
höchsten Teil dieser Felsengruppe, nordöstlich, liegt der viereckige
Bergfried. Erhalten ist vor allem der
Palas mit neun
schönen doppelbogigen Fenstern an der Südseite.
Sie waren reich in der für Prunkräume üblichen
Weise ausgestattet, mit Säulchen in der Mitte, einer durchbrochenen
Verzierung im Bogenfeld und einem Kugelbesatz an den Mauerpfeilern.
Interessant ist ferner der romanische Kamin in einem Raume, der wohl bereits
im 11. Jahrhundert benutzt worden ist. Die Burg wurde von dem Grafen
Smassmann (Maximin) von Rappoltstein erweitert. Er erbaute 1435 die dem
heiligen Ulrich geweihte Schlosskapelle, in der noch
der Altar steht und von der die Burg den Namen trägt. Im Verlies von St.
Ulrich verbüßte die durch ihre Schönheit bekannte Kunigunde von Giersberg
die Ermordung ihres Gemahles Wilhelm von Hungerstein mit lebenslänglichem
Gefängnis (Ende des 15. Jahrhunderts).
Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde die
Burg verlassen und verfiel seitdem. Von den Töchtern des Letzten des Stammes
hatte die eine einen Grafen von Waldeck, die andere, Katharina Agatha, 1667
Christian II., Pfalzgrafen bei Rhein und von Birkenfeld, geheiratet. Ludwig
XIV. entschied den Erbfolgestreit bereits 1668 zugunsten des letzteren, der
längere Zeit das Regiment Royal Alsace in Straßburg befehligte. Als die
schwedische Linie der Herzöge von Zweibrücken erlosch, kam Zweibrücken an
die Birkenfelder, die teils in Rappoltsweiler, teils in Zweibrücken
residierten. Pfalzgraf Friedrich wurde 1724 im Stadtschloss zu
Rappoltsweiler geboren und war der Urgroßvater des Prinzregenten Luitpold
von Bayern, der ihm 1909 eine Gedenktafel am Rappoltsweiler Schloss
anbringen ließ. Pfalzgraf Friedrich wurde 1736 Herr von Rappoltstein und
Inhaber des Regiment d' Alsace.
Auf Friedrichs Sohn folgte Karl August als Karl
11. und nach dessen 1778 erfolgtem Rücktritt durch Erbvertrag der jüngere
Sohn Maximilian Joseph, der als Herr von Rappoltstein und Oberst des
Regiment d' Alsace in Straßburg allgemein beliebt und als der „Dicke Max“
lebte. Seine Grenadiere opferten die Schnurrbärte, um ihrem Kommandeur ein
Kissen überreichen zu können, auf dem der in Straßburg geborene Sohn
Maximilians, genannt Ludwig, der spätere Bayern-König, zur Taufe getragen
werden sollte. Maximilian Joseph flüchtete bei Ausbruch der Französischen
Revolution über den Rhein und ging seiner Länder verlustig. Nach Karl
Theodors Tode erbte er sämtliche pfalzbayerischen Länder, wurde 1806 König
von Bayern, und sein Sohn Ludwig wurde Ludwig I., der Gründer der Kunststadt
München.
(Quelle: Fritz Bouchholtz - Burgen und
Schlösser im Elsass. Frankfurt, 1962.)
Einen weiteren Aufmassplan mit Beschreibung von
Rüdiger Bernges aus seiner Bergfrieddatenbank erhalten Sie beim Klicken auf
>>hier<<
(Quelle: Bodo Ebhardt -
Der Wehrbau Europas im Mittelalter, Bd. I)
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Kostenlose Parkmöglichkeiten in und hinter Ribeauvillé
Weg: Von
Ribeauvillé ist von beiden Seiten des Burgberges der Aufstieg möglich.
Der Fußweg beträgt ca. 1,5 bis 2 Stunden. Von der 106 kommend durch
Ribeauville durchfahren, ca. 1 Km nach dem Ortsende befindet sich linker
Hand ein Parkplatz. Auf der anderen Straßenseite beginnt der Fußweg,
welcher mit 50 Minuten ausgeschildert ist. Diese Zeitangabe ist jedoch
völlig unrealistisch und nicht zu schaffen, was mir auch von
Ortsansässigen bestätigt wurde. |
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jederzeit frei zugänglich |
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keine Gastronomie |
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Übernachtung auf der Burg nicht möglich |
| Eine
der größten und beeindruckendsten Burgruinen im Elsass. |
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Fritz Bouchholtz - Burgen und Schlösser im Elsass.
Frankfurt, 1962. |
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