Echelon Globales Spionagenetzwerk – Logen & historische…

Echelon Globales Spionagenetzwerk

Stell dir ein global gesponnenes Netzwerk vor, das jeden einzelnen Telefonanruf belauschen kann, jedes Fax oder E-Mail irgendwo auf dem Planeten. Es hört sich wie Science Fiktion an doch es ist wahr. Zwei Vorkämpfer - Großbritannien und Amerika - leugnen offiziell seine Existenz. Doch die BBC hat von der australischen Regierung bestätigt bekommen, dass solch ein Netzwerk wirklich existiert und Politiker auf beiden Seiten des Atlantik verlangten eine Untersuchung. In den Mooren von Nord Yorkshire über Harrogate kann man sie meilenweit sehen, aber immer noch wird es geheim gehalten. Ungefähr 30 gigantische Golfbälle, bekannt als Radome, erheben sich von der US Militärbasis von Menwith Hill. Darin befindet sich die komplizierteste Lauschtechnologie der Welt, fähig, Satelliten hoch über der Erde abzuhören. Die Basis ist mit den Hauptquartieren der Nationalen US-Sicherheitagentur (US National Security Agency - NSA) in Fort Meat in Maryland direkt verbunden, und ebenso mit einer Reihe anderer Abhörposten, die rund um die Welt verteilt sind. Die Leistungsfähigkeit dieses Netzwerkes, genannt Echelon, ist erstaunlich. Jeder internationale Telefonanruf, jedes Fax, jedes E-Mail oder jede Radioübertragung kann abgehört werden durch große Computer, die fähig sind, Stimmen zu erkennen. Diese werden gesteuert durch eine lange Liste von Schlüsselwörtern, oder Schnittmustern von Botschaften. Sie suchen Beweise für internationale Verbrechen, wie Terrorismus. Das Netzwerk ist so geheim, dass die britische und amerikanische Regierung es nicht zugeben, dass Echelon existiert. Doch ein anderer Verbündeter, Australien, entschied sich, nicht so zurückhaltend zu sein. Der Mann, der Australien's Sicherheitsdienste überwacht, Generalinspektor des Geheim- und Sicherheitsdienstes Bill Blick, hat der BBC bestätigt, dass ihre 'Defence Signals Directorate' (DSD) Teil des Netzwerkes ist. 'Wie du weißt, gibt es da eine Menge von Radioübertragungen, die in der Atmosphäre herumschwirren, und Geheimdienste wie der DSD sammeln diese Übertragungen im Interesse ihrer nationalen Sicherheit', sagte er. Auf die Frage, ob diese dann weitergegeben werden an Länder wie Großbritannien und Amerika sagte er: 'Das dürfen sie unter bestimmten Umständen.' Doch das System saugt und analysiert alle Arten von privater Kommunikation so weit verbreitet auf, oft von empfindlicher kommerzieller Natur.

Der Journalist Duncan Campbell hat lange Zeit seines Lebens damit verbracht, Echelon zu untersuchen. In einem Bericht, beauftragt vom Europäischen Parlament lieferte er den Beweis, dass die NSA in Telefongesprächen einer französischen Firma herumspionierte, die einen Vertrag in Brasilien anbot. Sie gaben die Information an einen amerikanischen Konkurrenten weiter, der den Vertrag bekam. 'Da gibt's keinen Schutz, kein Heilmittel', sagte er, 'Du kannst nirgendwo hingehen und sagen, die haben in deiner internationalen Kommunikation herumspioniert. Es ist eine vollkommen rechtlose Welt.' Beide, Großbritannien und Amerika leugnen Behauptungen wie diese und lehnen weitere Kommentare ab. Aber ein früherer Geheimdienstoffizier der US Armee hat das Schweigen gebrochen. Colonel Dan Smith erzählte der BBC, solange es machbar ist, ist es keine offizielle Politik: 'Technisch können sie all diese Informationen abschöpfen, aussortieren, und das finden, was sie wissen wollen,' sagte er. 'Doch es gibt keine besondere Politik als Antwort auf Interessen von einzelnen Firmen.' Gesetzgeber auf beiden Seiten des Atlantik fangen an, aufzuhorchen und Notiz zu nehmen. Der republikanische Kongressabgeordnete Bob Barr hat den Kongress überredet, eine Anhörung zu eröffnen zu dieser und anderer Behauptungen.

Im Dezember (1999) kommt er nach Großbritannien, um die Sache ins Bewusstsein zu bringen. In einem Interview mit der BBC beschuldigte er die NSA, ein breites Netzwerk von Verbindungen zu führen, und in die Privatsphäre der amerikanischen Bürger einzudringen. Er kommt mit ein paar Politikern in Großbritannien zusammen. Liberaldemokrat Norman Baker hat eine Serie von Fragen auf den Tisch gebracht über Menwith Hill, doch er traf auf eine Mauer des Schweigens. 'Es gibt keinen Zweifel, dass das als Abhörzentrale genutzt wird', sagte er, 'Es gibt keinen Zweifel, dass das für US-Interessen genutzt wird, und ich bin nicht überzeugt, dass es britischen Interessen dient.'